Matthias Weinzierl (1972): Seit 2001 betätige ich mich als freier Grafiker. Von 2001 bis 2017 war ich zudem Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Bayerischen Flüchtlingsrates.

Von Mai 2017 bis Juli 2019 war ich hauptamtlicher Projektleiter und ehrenamtlicher Vorstand der Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco, welche ich mitgegründet und deren flüchtlingspolitischen Angebote ich aufbauen durfte.

Seit November 2019 bin ich Regionalsekretär beim DGB Region München in Teilzeit. In dieser Eigenschaft war ich erst als Kampagnenleiter für die bayerische Kampagne für das Volksbegehren #6JahreMietenstopp aktiv und seit Februar 2021 arbeite ich als Koordinator und Sprecher der bundesweiten Kampagne Mietenstopp.de.

Zudem übernehme ich im Team der internationalen, neu gegründeten Montessorischule Campus di Monaco die Öffentlichkeitsarbeit und biete Kurse für Schüler*innen an. Ich bin ehrenamtlicher Vorstand beim Münchner Flüchtlingsrat und Sprecher beim Bayerischen Flüchtlingsrat.

Zudem versuche ich mich – gemeinsam mit FreundInnen – seit dem Jahr 2000 als Mitmacher mit dem, als Label und Kleinstverlag gestarteten, mittlerweile zur Aktionsplattform ausgewachsenem Projekt Bodensatz.

In meinen Arbeiten versuche ich neben Blödsinn auch konkrete, politische Arbeit und Grafik, miteinander zu verknüpfen. Kampagnen (z.B.: save me kampagne, Gemeint sind wir Alle, Platz da, Schule für Alle) ins Leben zu rufen und ihnen ein gestalterisches Gesicht zu verpassen, hat bis heute nicht an Reiz für mich verloren.

In den letzten Jahren entstanden neben der Kampagnenarbeit so eine Serie von Plakaten, das Hörbild „LH 588“ , diverse Publikationen, der Kurzfilm „Corona Hoch“ über eine fiktive Burschenschaft, die Ausstellungen „Under Construction – Bildungsbaustelle Migration“, „Don´t fasten your Seatbelt“ und „Pastinaken raus!“  sowie die Lesereihe „Noise of Heimat“.

Seit dem Jahr 2006 sorge ich als Grafiker und Redakteur für das regelmäßige Erscheinen des Hinterland-Magazin für den Bayerischen Flüchtlingsrat, welches ich gemeinsam mit ehrenamtlichen RedakteurInnen gegründet habe.

Foto: Andrea Huber